der Welt ihre Unglückszahlen

Fast jeder kennt sie, auch wenn er nicht an sie glaubt: Zahlen, die Unglück bringen. Aber ist eine Unglückszahl überall auf der Welt gültig und warum werden ihr überhaupt negative Eigenschaften zugesprochen?

Obwohl früher der Aberglaube verbreiteter war als in der Gegenwart, haben sich die Unglückszahlen auch in Deutschland bis heute gehalten. Aber welche Zahl nun verflucht ist, ist überall auf der Welt unterschiedlich.
Unglückszahl 13

Er ist vielen als schwarzer Tag oder Unglückstag bekannt: Freitag, der 13. Aber warum gilt die 13 in Westeuropa als Unglückszahl? Dieser Aberglaube hat seinen Ursprung im Christentum: Judas Iskariot war die 13. Person beim letzten Abendmahl und verriet Jesus, der daraufhin am Karfreitag gekreuzigt wurde.

Darum soll diese Zahl kein Glück bringen und erst recht nicht, wenn sie im Kalender auf einen Freitag fällt. Die irrationale Furcht vor der Zahl 13 wird Triskaidekaphobie genannt. Menschen mit dieser Phobie meiden Räume, Stockwerke oder allgemein die Zahl 13.

In Flugzeugen fehlt oft die Sitzreihe mit der Nummer 13 und auch an vielen Bahnhöfen gibt es kein Gleis 13. Die meisten Hotels verzichten auf diese Zimmernummer und sogar auf die ganze 13. Etage.
China und Japan fürchten die 4

Aber nicht überall ist die 13 als Unglückszahl bekannt. In China und Japan gilt beispielsweise die 4 (sì) als Unglücksbringer. Das liegt an der Ähnlichkeit mit dem chinesischen Wort für Tod (sǐ). Im Reich der Mitte werden deshalb wichtige Termine möglichst nicht auf den 4. eines Monats oder ein Datum, das eine 4 enthält, gelegt.

Im Japanischen gibt es ein ähnliches Problem. Das Wort für 4 ist „yottsu“. Klingt fast wie „shinu“, was „sterben“ bedeutet. Hotels mit einem Zimmer Nr. 4 finden sich in Japan sehr selten.

Auch die 9 ist in Japan eine Unglückszahl. Sie heißt zwar „kyû“, wird aber beim Durchzählen meist „ku“ ausgesprochen. Diese Silbe mit einem anderen Zeichen geschrieben, bedeutet „Leid“.
Die verfluchte Zahl 39

In Afghanistan herrscht der Aberglaube, dass die Zahl 39 verflucht und damit eine Unglückszahl sei. Telefonnummern, Autokennzeichen, ja sogar das eigene Alter werden geändert, sobald eine 39 enthalten ist. Aber warum?

Viele Afghanen verbinden die Zahl mit der Prostitution. In Herat soll es angeblich einen Zuhälter gegeben haben, der ein Autokennzeichen mit der Nummer 39 besaß und in einem Apartment mit der Nummer 39 wohnte, erklärt Wais Barakzai im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“. Seitdem sei sie verflucht.
Warum die 17 kein Glück bringt

Für die Brasilianer und Italiener ist hingegen die 17 eine Unglückszahl. Erklärungen gibt es viele: Das Unglück leitet sich aus einer umgestellten Ziffernreihenfolge der römischen Zahl Siebzehn (XVII) zu VIXI ab. Übersetzt heißt das „Ich habe gelebt“, die entsprechende Person ist also tot.

Außerdem heißt es in Genesis 7,11, dass im sechshundertsten Jahre des Lebens Noahs, am siebzehnten Tage des zweiten Monats die Sintflut eingesetzt habe. Eine weitere Erklärung: Wenn die Eins der 17 etwas kleiner und unterhalb der Sieben ausgeschrieben wird, ähnelt die Zahl angeblich einem Galgen mit einem Gehängten.

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